Wie Myokine als hormonähnliche Signalmoleküle den Stoffwechsel steuern und die Körperrekomposition durch Training und Ernährung unterstützen.

Die moderne Wissenschaft betrachtet die Skelettmuskulatur zunehmend als endokrines Organ, das durch Signalmoleküle – Myokine – den gesamten Organismus beeinflussen kann. Sie wirken ähnlich wie Hormone, verbinden Muskelaktivität, Stoffwechsel und Anpassung an Belastungen und beeinflussen auch Gesundheit und Effektivität der Körperrekomposition.
Myokine sind Proteine und Signalmoleküle, die von Muskelzellen bei Kontraktion während des Trainings synthetisiert und freigesetzt werden. Sie gelangen in den Blutkreislauf und wirken nicht nur lokal, sondern auch auf entfernte Organe: Leber, Fettgewebe, Bauchspeicheldrüse und sogar das Gehirn. Diese interorganische Interaktion macht Myokine zu hormonähnlichen Mediatoren des Stoffwechsels.
Auf Organismusebene wirken Myokine als Signalmoleküle, die Muskeln mit anderen Systemen verbinden. Sie sind beteiligt an der Regulierung von:
Myokine lösen Reaktionskaskaden aus, die den Energieverbrauch steigern und das Gleichgewicht der Brennstoffsubstrate (Fette vs. Kohlenhydrate) verändern. Sie helfen dem Körper, auf Belastungen zu reagieren und sich an Bedingungen energetischen Defizits oder Überschusses anzupassen.
Einzelne Myokine sind an der Verbesserung der Insulinsensitivität im zentralen Nervensystem beteiligt und können kognitive Funktionen unterstützen, was sowohl für die Gehirngesundheit als auch für den allgemeinen Stoffwechsel wichtig ist.
Körperrekomposition ist der Prozess der gleichzeitigen Fettreduktion und Erhaltung (oder Zunahme) der Muskelmasse. Myokine haben direkten Einfluss auf die Schlüsselmechanismen dieses Prozesses:
Neueste klinische Daten bestätigen, dass langfristiges Krafttraining die Konzentration anaboler Myokine wie IGF-1 erhöht und den Spiegel inhibierender Faktoren wie Myostatin senkt. Dies spiegelt sich direkt im Muskelwachstum und in der Kraftverbesserung wider (PubMed, 2024).
Obwohl die Mechanismen noch nicht vollständig geklärt sind, zeigen Meta-Analysen, dass sowohl Ausdauer- als auch Krafttraining die Spiegel zahlreicher Myokine verändern können, die die Fettoxidation und den gesamten Energiestoffwechsel beeinflussen (PubMed, 2023).
Myokine tragen zur Reduktion chronischer Entzündungen bei und fördern die metabolische Homöostase, was für Gewichtskontrolle und Verbesserung der Körperzusammensetzung wichtig ist.
Ernährung ist keine direkte Quelle von Myokinen, aber sie beeinflusst indirekt deren Synthese und Effekte:
Ausreichende Proteinzufuhr, besonders verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA), liefert Baumaterial für Muskeln und unterstützt anabole Prozesse, stimuliert den Stoffwechsel und verbessert die Trainingsantwort.
Zusammen mit körperlicher Aktivität können Strategien wie Time-Restricted Eating die Körperzusammensetzung positiv beeinflussen (Fettmasse reduzieren und Muskelmasse erhalten), was eng mit den metabolischen Effekten von Training und Signalwegen verbunden ist, einschließlich durch Myokine (Nature, 2024).
Einige Myokine sind besonders wichtig für Rekomposition und Stoffwechsel:
Aktuelle Forschungen betonen:
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