11.1.2026Training

Myokine: Hormonähnliche Moleküle, Körperrekomposition und Ernährung

Wie Myokine als hormonähnliche Signalmoleküle den Stoffwechsel steuern und die Körperrekomposition durch Training und Ernährung unterstützen.

Myokine: Hormonähnliche Moleküle, Körperrekomposition und Ernährung
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Die moderne Wissenschaft betrachtet die Skelettmuskulatur zunehmend als endokrines Organ, das durch Signalmoleküle – Myokine – den gesamten Organismus beeinflussen kann. Sie wirken ähnlich wie Hormone, verbinden Muskelaktivität, Stoffwechsel und Anpassung an Belastungen und beeinflussen auch Gesundheit und Effektivität der Körperrekomposition.

🧬 Was sind Myokine?

Myokine sind Proteine und Signalmoleküle, die von Muskelzellen bei Kontraktion während des Trainings synthetisiert und freigesetzt werden. Sie gelangen in den Blutkreislauf und wirken nicht nur lokal, sondern auch auf entfernte Organe: Leber, Fettgewebe, Bauchspeicheldrüse und sogar das Gehirn. Diese interorganische Interaktion macht Myokine zu hormonähnlichen Mediatoren des Stoffwechsels.

⚙️ Wie Myokine auf molekularer Ebene wirken

🌀 Interorganische Kommunikation

Auf Organismusebene wirken Myokine als Signalmoleküle, die Muskeln mit anderen Systemen verbinden. Sie sind beteiligt an der Regulierung von:

  • Fettoxidation
  • Glukosesynthese und -aufnahme
  • Entzündungsprozessen
  • Zellulärer Anpassung an Stress

🔥 Energiestoffwechsel

Myokine lösen Reaktionskaskaden aus, die den Energieverbrauch steigern und das Gleichgewicht der Brennstoffsubstrate (Fette vs. Kohlenhydrate) verändern. Sie helfen dem Körper, auf Belastungen zu reagieren und sich an Bedingungen energetischen Defizits oder Überschusses anzupassen.

🧠 Verbindung zum Gehirn

Einzelne Myokine sind an der Verbesserung der Insulinsensitivität im zentralen Nervensystem beteiligt und können kognitive Funktionen unterstützen, was sowohl für die Gehirngesundheit als auch für den allgemeinen Stoffwechsel wichtig ist.

🏃 Myokine und Körperrekomposition

Körperrekomposition ist der Prozess der gleichzeitigen Fettreduktion und Erhaltung (oder Zunahme) der Muskelmasse. Myokine haben direkten Einfluss auf die Schlüsselmechanismen dieses Prozesses:

🟢 Muskelwachstum und Kraft

Neueste klinische Daten bestätigen, dass langfristiges Krafttraining die Konzentration anaboler Myokine wie IGF-1 erhöht und den Spiegel inhibierender Faktoren wie Myostatin senkt. Dies spiegelt sich direkt im Muskelwachstum und in der Kraftverbesserung wider (PubMed, 2024).

🔥 Lipidstoffwechsel und Fettverbrennung

Obwohl die Mechanismen noch nicht vollständig geklärt sind, zeigen Meta-Analysen, dass sowohl Ausdauer- als auch Krafttraining die Spiegel zahlreicher Myokine verändern können, die die Fettoxidation und den gesamten Energiestoffwechsel beeinflussen (PubMed, 2023).

🩹 Entzündung und metabolische Gesundheit

Myokine tragen zur Reduktion chronischer Entzündungen bei und fördern die metabolische Homöostase, was für Gewichtskontrolle und Verbesserung der Körperzusammensetzung wichtig ist.

🍽 Ernährung und Myokin-Sekretion

Ernährung ist keine direkte Quelle von Myokinen, aber sie beeinflusst indirekt deren Synthese und Effekte:

🥩 Protein und Aminosäuren

Ausreichende Proteinzufuhr, besonders verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA), liefert Baumaterial für Muskeln und unterstützt anabole Prozesse, stimuliert den Stoffwechsel und verbessert die Trainingsantwort.

🕐 Zeitlich begrenztes Essen

Zusammen mit körperlicher Aktivität können Strategien wie Time-Restricted Eating die Körperzusammensetzung positiv beeinflussen (Fettmasse reduzieren und Muskelmasse erhalten), was eng mit den metabolischen Effekten von Training und Signalwegen verbunden ist, einschließlich durch Myokine (Nature, 2024).

🧪 Wichtige Myokine und ihre Funktionen

Einige Myokine sind besonders wichtig für Rekomposition und Stoffwechsel:

  • IL-6 – eines der am besten untersuchten, beteiligt an der Modulation von Entzündung und Energiestoffwechsel
  • Irisin – wird mit erhöhter metabolischer Aktivität des Fettgewebes in Verbindung gebracht
  • Myostatin – hemmt Muskelwachstum; dessen Reduktion ist mit anabolen Effekten von Training verbunden

🧠 Wissenschaftliche Trends 2024–2025

Aktuelle Forschungen betonen:

  • Krafttraining verändert das Myokin-Profil erheblich und fördert die Verbesserung der Muskelfunktion und Körperzusammensetzung (PubMed, 2025).
  • Die Rolle von Myokinen in metabolischen Prozessen wird im Kontext von Adipositas und Diabetes untersucht, was ihre Bedeutung als potenzielle therapeutische Ziele erweitert.
  • Myokine beeinflussen Entzündungsprozesse und physiologische Anpassung an Belastungen, was neue Forschungsrichtungen für gesundes Altern und Prävention von Sarkopenie eröffnet (PMC, 2024).
  • Ihre Verbindung mit klinischen Ernährungs- und Gewichtsregulierungsstrategien bestätigt die Wichtigkeit der Integration von Training und Ernährung für optimale Rekomposition (RJRAAP, 2024).

📌 Schlussfolgerungen für die Fitness-Praxis

  • ✔ Regelmäßige körperliche Aktivität stimuliert die Myokin-Sekretion und stärkt die Verbindung zwischen Muskelarbeit und Stoffwechsel.
  • ✔ Krafttraining ist besonders effektiv zur Verbesserung von Muskelmasse und Kraft durch Veränderung des Myokin-Profils.
  • ✔ Ausgewogene Ernährung verstärkt die positive Wirkung von Myokinen und fördert die Körperrekomposition.
  • ✔ Die Kombination von Training, Ernährung und Essenszeiten schafft optimale Bedingungen zur Erreichung von Körperkompositionszielen.

Als Ihre Personal Trainerin helfe ich Ihnen, die Kraft der Myokine durch optimales Training und Ernährung zu nutzen. Gemeinsam entwickeln wir einen Plan, der Ihre Körperrekomposition und Gesundheit optimal unterstützt!

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